Kinderwunsch

Die männliche Fruchtbarkeit natürlich steigern

Fakten und Tipps um die männliche Fruchtbarkeit zu steigern

Auf einige fruchtbarkeitsmindernden Faktoren könnten Männer – wenn sie wollten – durch eine konsequente Neugestaltung ihres Lebensstils und ihrer Ernährungsweise Einfluss nehmen.

Erhöht breitbeiniges Sitzen bei Männern tatsächlich die Fruchtbarkeit?

Es wird vermutet, dass es sich tatsächlich um etwas wie ein Ur-instinkt handelt. Denn Fakt ist, dass bei überkreuzten Beinen das natürliche Kühlsystem um den Hoden herum (ein Venengeflecht) überhitzen. Die Hoden liegen außerhalb des Körpers, weil die Reifung der Spermien am besten bei einer Temperatur von 1-2 Grad unter Körpertemperatur funktioniert. Wenn z.B. bei Fieber oder auch häufigem Gebrauch von Sitzheizung im Auto die Hoden „überhitzen“ können Spermien quasi geschädigt werden oder gar absterben. Die Spermienproduktion an sich dauert ca. 12 Wochen. Sind einmal durch einen Infekt Spermien geschädigt worden oder kaputt gegangen, dauert die Neubildung bis zu 12 Wochen.

Bei aktivem Kinderwunsch gilt also zum Thema Sitzen:

  1. Lockere und luftige Boxershorts sowie Hosen tragen
  2. Beine nicht übereinanderschlagen
  3. Keine Sitzheizungen, kein Laptop auf dem Schoß oder Handy in der Hosentasche (Achtung Elektrosmog)
  4. Eher kühle Sitzgelegenheiten
  5. Keine Saunagänge oder heiße Vollbäder nehmen

 

Schadstoffe aus Nahrung & Umwelt:

Umweltgifte, Wohngifte, synthetische Lebensmittelzusätze, belastetes Trinkwasser und Biozidrückstände in der Nahrung sowie Gifte in Kleidung, in Hygieneartikeln und in herkömmlichen Körperpflegemitteln. Das Hormonsystem ist sehr empfindlich und kann durch den regelmäßigen Kontakt mit Umweltgiften negativ beeinflusst werden.

Einige Medikamente können nicht nur Einfluss auf die Libido haben, sondern auch auf die Qualität der Spermien. Antidepressiva oder auch Langzeit Antibiotika. Antibabypille auch, im weitesten Sinne. Wie kann das denn sein? Ganz einfach: über den Urin all der Frauen, die hormonell verhüten, gelangen Östrogene ins Grundwasser und damit auch in unsere Nahrungsmittel. Auf diese Weise kommen auch Männer in das zweifelhafte Vergnügen einer unfreiwilligen – leider weiblichen – Hormontherapie.

Ernährung & Übergewicht:

Soja ist ein Pflanzenhormon und wirkt Östrogenartig. Soja ist mittlerweile in vielen Fertigprodukten enthalten ähnlich wie die Chemikalie BisphenolA (aus Kunststoffen und Konserven). Das führt unausweichlich zu einer Erhöhung des Östrogenspiegels im Körper und schädigt die Spermienqualität und auch die Libido.

Bei hohem und regelmäßigem Konsum von Alkohol wird ebenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Z.b. enthält Bier auch Stoffe mit östrogenartiger Wirkung, die der Hormonhaushalt des Mannes durcheinander bringen können.

Was weniger bekannt ist: Fettzellen produzieren auch das Hormon Östrogen. Deshalb ist das anstreben von Normalgewicht sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung umso wichtiger. Ein schönes Sprichwort dazu besagt: „Liebe geht durch den Magen“

Kurze Ernährungstipps:

  • Verzicht auf industrielle Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte. Auch keine zuckerhaltige Süßgetränke und Alkoholika. (Bier = Östrogensteigernde Wirkung)
  • Geeignete Lebensmittel in der KiWu Zeit:
  • Grüne Smoothies: Spinat, Kopfsalat, Bitterpflanzen, Wildkräuter  (Brennessel, Löwenzahn, Wegerich, Melde) +  Obstanteil (Apfel, Birne, Beeren)
  • 1 TL Leinöl im morgendlichen Muesli oder im Salat (Verbesserung der Körperfunktionen und Durchblutung)
  • Warme Vorzugsmilch (nicht homogenisiert)
  • Sahne und andere Milchprodukte
  • Reis, Dinkel
  • Mandeln
  • Datteln, Weintrauben, Bananen
  • Eingeweichte Trockenfrüchte
  • Vollrohrzucker, Honig
  • Ghee, Oliven?und Weizenkeimöl
  • Aphrodisierend in der Kiwu?Zeit: Spaghetti Pesto, Spargelgerichte, Artischocke, Sellerie
  • Caprese (Tomate?Mozzarella mit Basilikum)

Rauchen : bis zu 50% schlechtere Ergebnisse v.a. der Beweglichkeit. Nach 3 Monaten ohne Nikotin verbessert sich meistens die Qualität deutlich. (Übrigens: raucht die Mutter in der Schwangerschaft, werden ihre Söhne um 40% weniger Spermien produzieren können.)

Sport: Bewegung ist bekanntlich gut und förderlich für die Gesundheit. Allerdings ist übertriebener Leistungssport für die Fruchtbarkeit – v.a. beim Mann – eher kontraproduktiv. Konstante erhöhte Körpertemperatur überhitzt wieder die Hoden.

 

Was, wenn das alles nicht ausreicht und der Wunsch zum Vater werden bislang noch ausbleibt?

Die Schulmedizin spricht sehr oft davon, dass es für Männer nicht viele Möglichkeiten gibt, wenn das Spermiogramm nicht optimal ausgefallen ist. Außer – die o.g. Maßnahmen.

In meiner Praxis hat sich gezeigt, dass folgende ergänzende Vorgehensmaßnahmen als sehr positiv bewährt haben:

Entgiften & Entsäuern: den Körper gezielt entgiften. Zum einen geschieht das schon automatisch, wenn die o.g. Maßnahmen (Ernährung, Rauchen, Umweltfaktoren) weitgehendst umgesetzt werden. Oftmals reicht das aber einfach nicht aus. Eine gezielte Entgiftungstherapie kann da von Vorteil sein. Wie diese Therapie aussieht wird individuell besprochen, je nach Befund und Beschwerde Bild. Möglich sind u.a. Homöopathie, Akupunktur, Infusions- oder Injektionstherapie.

Die richtigen Vitamine & Mineralstoffe Allerdings ist ebenfalls wichtig, dass es eine hohe Bioverfügbarkeit besitzt. Sprich: Qualität vor Quantität. Für ein rasches Auffüllen von Mangelzuständen eignet sich auch gut die Infusionstherapie mit entsprechenden Mitteln. Eine Fachgerechte Beratung ist hier definitiv von Vorteil. Es gibt sehr viel auf dem Markt, was eine fruchtbarkeitsteigernde Wirkung haben soll. Zum einen ist natürlich wichtig, dass die richtigen Mittel gewählt werden, auch in der richtigen Dosierung.

Sanfte Reize setzen Bewährt hat sich bei Männern die Mesotherapie. Eine recht schmerzarme Injektionstherapie die auf der Basis der Akupunktur beruht. Richtig gewähltes Medikament + oberflächliche Injektion an ausgewählte Akupunkturpunkte. Aber auch die klassische Akupunktur zeigt gute Erfolge.

Zeugungsstress vermeiden Für die meisten Paare entsteht durch den unerfüllten Kinderwunsch ein großer emotionaler Stress. Beide Partner sind frustriert, wenn keine Schwangerschaft eintritt obwohl sie alles dafür getan haben. Diese negative Stimmung und der sich steigernde Erwartungsdruck sorgen für anhaltenden Stress und innere Unruhe. Bekannte Sprüche von Freunden oder Familie wie: „entspannt euch, dann klappt es schon“ führen nur zu noch mehr emotionalem Stress. Der gesellschaftliche Erwartungsdruck und auch der des Partners, kann physisch wie auch psychisch sehr belastend sein und auch den Körper blockieren.

Die physische und psychische Balance beider Partner wieder herzustellen, zu erhalten und mit Zuversicht gemeinsam das Ziel erreichen – das ist meine ganzheitliche Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch.